Zhu X, Xi Y, Gong X, Chen S. MMWR MorbMortal Wkly Rep. 2024;73:255–9

Im Jahr 2022 meldete China 96.313 Fälle von Gonorrhoe, die damit die vierthäufigste meldepflichtige Infektionskrankheit des Landes nach viraler Hepatitis, Lungentuberkulose und Syphilis war. Die Zunahme antimikrobiell resistenter Stämme, insbesondere die Verbreitung ceftriaxonresistenter Klone, stellt eine erhebliche Herausforderung für die Kontrolle der Gonorrhoe dar. Das Chinesische Gonococcal Resistance Surveillance Program (China-GRSP), das 1987 ins Leben gerufen wurde und 19 der 34 provinziellen Verwaltungseinheiten umfasst, überwacht kontinuierlich die antimikrobielle Resistenz von Neisseria gonorrhoeae.

Im Jahr 2022 sammelten 13 China-GRSP-Sentinelstandorte 2.804 Gonokokkenisolate, was 2,9 % aller in China gemeldeten Fälle und 4,1 % der in den teilnehmenden Provinzen gemeldeten Fälle entspricht. Die Prävalenz der Resistenz gegen Ceftriaxon lag bei 8,1 % und war damit etwa dreimal so hoch wie im Jahr 2017 (2,9 %). In fünf Provinzen lag die Resistenzrate gegen Ceftriaxon über 10 %. Die Resistenzraten gegen andere Antibiotika betrugen: Cefixim: 16,0 %, Azithromycin: 16,9 %, Tetrazyklin: 77,1 %, Penicillin: 77,8 %, Ciprofloxacin: 97,6 %. Nur ein Fall von Spectinomycin-Resistenz wurde gemeldet. Diese Daten zeigen eine erhebliche Zunahme der Ceftriaxon-Resistenz zwischen 2017 und 2022.

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