de Vries HJC et al., J Eur Acad Dermatol Venereol. 2021; 35:1434-1443

Laut aktueller europäischer Leitlinie sind Neisseria gonorrhoeae, Chlamydia trachomatis (einschließlich LGV-CT), Treponema pallidum und Herpes simplex Virus die häufigsten anorektalen STI.

Auch die Shigellen können durch oro-analen Kontakt übertragen werden und eine Proktitis oder Enteritis verursachen. Wenn sich Studien auch meist auf MSM konzentrieren, zählen Frauen, die Analverkehr haben ebenfalls zu den Risikopersonen.

Zu den typischen Proktitis-Symptomen gehören anorektaler Juckreiz, Schmerzen, Tenesmen, Blutungen, Obstipation sowie Fluor des Analkanals. Die meisten rektalen Chlamydia trachomatis und Neisseria gonorrhoeae-Infektionen sind allerdings asymptomatisch. Die Verwendung von Kondomen garantiert keinen zuverlässigen Schutz vor STIs, die häufig auch ohne Penispenetration übertragen werden.

Relevante neue Entwicklungen sind die Erkenntnis, dass die LGV-Proktitis zunehmend bei HIV-negativen MSM gefunden wird.

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