Erreger
meist Fadenpilze (Trichophyton rubrum, Trichophyton mentagrophytes und andere) aber auch Sprosspilze (Candidaarten) und manche Schimmelpilze (Scopulariopsis)
Ansteckung
im feuchten Milieu wie es in Schwimmbädern und Saunen zu finden ist, durch kontaminiertes Manikürzeug, Schuhwerk, etc. Pilze können bis zu zwei Jahre außerhalb des Körpers in Hautschüppchen überleben
Infektionen der Haut und Nägel
Krankheitsbilder
HautpilzErreger
Meist Fadenpilze (Trichophyton rubrum, Trichophyton mentagrophytes, Microsporum canis und andere), häufig aber auch Sprosspilze (Candidaarten, Malasseziaarten) Ansteckung
Vor allem Sprosspilze sind häufig auf unserer Haut vorhanden und können in bestimmten Situationen durch Überwuchern Krankheitssymptome auslösen. Die Ansteckung mit Fadenpilzen erfolgt häufig in Feuchtbereichen (Schwimmbäder, Saunen) oder durch kontaminiertes Schuhwerk. Der Kontakt mit einem infizierten Tier, häufig jungen Katzen, aber auch anderen Haustieren kann zur Ansteckung mit Microsporum canis führen. Symptome
Tinea faciei: Bizarr konfigurierte rötliche, scharf begrenzte, polyzyklische Herde im Bereich des Gesichtes, die ineinander übergehen können. Tinea barbae: Von speziellen Pilzarten verursachte Infektion der Barthaare. Neben oberflächlichen Mykosen kommen hier tiefe Infektionen vor, welche zu schweren Verläufen mit eitrigen Einschmelzungen, narbiger Abheilung und dauerhaftem Haarverlust führen können. Tinea pedum: Ausganspunkt der Infektion des Fußes ist meist der Zehenzwischenraum (Interdigitalmykose). Die Haut wirkt weißlich, wie gekocht, löst sich fetzig ab und bildet scharf begrenzte schmerzende offene Stellen. Häufig greift die Infektion auf die Fußsohle und den Hohlfuß, seltener auf den Fußrücken über. Im Bereich der Sohle findet sich diffuse Schuppung und Verdickung der Hornhaut, Meist liegt heftiger Juckreiz vor. Die Symptome können auf die Ferse und die seitlichen Fußränder übergreifen („Mokassin-Mykose“). Tinea manum: Eine Pilzinfektion der Handfläche kommt weitaus seltener vor als der Fußpilz.Sie tritt meist einseitig auf und ist durch feine weißlich gelbliche Schuppung hauptsächlich im Bereich der Handlinien gekennzeichnet. Häufig ist gleichzeitig ein Nagelpilz vorhanden. Tinea corporis: Scheibenförmige Herde mit scharfem Rand, einem leicht erhöhten, schuppendem Randsaum und Abheilung im Zentrum können je nach Eintrittsstelle des Pilzes überall am Körper verteilt auftreten. Besonders bevorzugt ist die Leistenregion (Tinea inguinalis). Häufigkeit
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Die Tinea pedum ist mit etwa 10% die häufigste Pilzinfektion der Haut. Nachweis Mit einer sterilen Skalpellklinge wird Schuppenmaterial vom Rand des Herdes abgekratzt und auf einen Objektträger aufgebracht. Im Nativpräparat können Pilzelemente sofort nachgewiesen werden, zur Spezifikation der Erreger ist das Anlegen einer Pilzkultur erforderlich. Behandlung Häufig können Pilzinfektionen der Haut mittels geeigneter Lokaltherapeutika (Pilzsalben oder –lösungen) ausreichend behandelt werden. Schwerere Verläufe oder ausgeprägter Befall sowie langwieriger Verlauf erfordern mitunter auch den Einsatz von systemischer Therapie (Tabletten). |
Pilzinfektionen des behaarten Kopfes (Tinea capitis)Erreger
In Europa hauptsächlich Microsporum canis (ca. 85% der Fälle), gelegentlich andere Fadenpilze; in den USA ist Trichophyton tonsurans vorherrschend. Ansteckung Eine Infektion mit Microsporum canis wird durch den Kontakt mit infizierten Tieren, meist jungen Katzen erworben, die Übertragung von Mensch zu Mensch ist ebenfalls möglich. Symptome Die Symptomatik der Tinea capitis kann von diskreter Schuppenbildung über umschriebenen Haarausfall bis hin zu schweren eitrigen Entzündungen reichen. Häufigkeit
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Infektionen des behaarten Kopfes mit Microsporum canis betreffen nahezu ausschließlich Kinder. Eine saisonale Häufung der Fälle in Wien in den Monaten September, Oktober und November sind auf die Rückkehr von Urlauben auf dem Bauernhof mit intensivem Tierkontakt zurück zu führen. Nachweis Zur Unterscheidung von anderen Erkrankungen der Kopfhaut und der Haare ist eine mikrobiologische Untersuchung notwendig. Dabei werden Schuppen von Rand der Läsion mit einer sterilen Skalpellklinge auf einen Objektträger geschabt. Zusätzlich werden einzelne Haare mikroskopisch untersucht. Das Anlegen einer Pilzkultur ist essentiell zur Identifikation des Erregers. Behandlung Als Therapie der Wahl ist immer eine ausreichend lange (meist mehrere Wochen) systemische Behandlung (Einnahme von Tabletten) anzustreben, da die alleinige Verwendung von Salben und Cremen nicht zu einer kompletten Ausheilung der Infektion führt. |
